Die Ing. Enea Mattei S.p.A. ist ein italienisches Unternehmen, das Rotationskompressoren mit Schaufeltechnologie entwickelt, produziert und weltweit vertreibt. Diese spezielle Technologie wird zunehmend auch in Deutschland nachgefragt. Seit 1999 ist Mattei mit einer Nieder-lassung in Waiblingen bei Stuttgart vertreten und verzeichnet steigende Marktanteile.
Zuverlässig, leistungsstark und energieeffizient „Mattei ist konstant gewachsen“, bestätigt Steffen Ehret, Geschäftsführer der deutschen Mattei GmbH. „Unsere Kunden schätzen besonders die Zuverlässigkeit der Maschinen, das dauerhaft hohe Leistungsniveau sowie die große Energieeffizienz. Ferner spielt bei der Entscheidung für unsere Kompressoren der niedrige Wartungsaufwand eine große Rolle. Ausschlaggebend dafür ist die geringe Anzahl an Komponenten, die bei der Schaufeltechnologie beansprucht werden.”
Eine weitere Stärke von Mattei ist die Entwicklung kundenspezifischer Produkte. Diese reichen von der mechanischen Industrie über die Lebensmittelbranche bis hin zum Auto-mobilsektor. “Wir stellen unser Know-how in den Dienst des Kunden, um jeder spezifischen Anforderung gerecht zu werden. Dies ist ein eindeutiger Mehrwert im Vergleich zu den Mitbewerbern“, erklärt Ehret.
Für Mattei steht Qualität an oberster Stelle. Deswegen investiert das Unternehmen viel in die Weiterbildung seiner Mitarbeiter und Vertriebspartner, die den Kunden in jeder Phase während der gesamten Lebensdauer eines Kompressors betreuen. „Unsere Techniker beherrschen alle Prozesse bei der Herstellung von Druckluft. Dies reicht vom technischen Entwurf, der Installation und Abnahme des Kompressors bis zur Verwaltung des Ersatzteillagers und den technischen Kundendienst“, beschreibt Ehret. Den deutschen Markt sieht er als Chance. „Eine erfolgreiche Marktpräsenz in Deutschland ist kein einfaches Unterfangen, da die Wettbewerber sehr kompetent sind. Wer sich aber für einen Mattei-Kompressor entscheidet, tut dies aufgrund der Produktqualität und des hervorragenden After-Sales-Service“, sagt er.
Ein „grünes“ Unternehmen aus Überzeugung
Seit einigen Jahren fokussiert sich Mattei auf die Herstellung von Maschinen mit einem sehr hohen Effizienzgrad. „Dies ist Teil unserer Firmenphilosophie sowie konkretes Engagement für unsere Kunden. Wir bieten Lösungen, die umweltfreundlich sind, die entsprechenden gesetzlichen Vorschriften einhalten und die Betriebskosten der Unternehmen senken“, erklärt Steffen Ehret. „Neben der Entwicklung innovativer und effizienter Technologien steht bei uns ein weiterer Aspekt im Vordergrund, den unsere Kunden sehr schätzen: Zuverlässigkeit. Deswegen bieten wir den Anwendern unseren MyCare-Garantie-Erweiterungsplan von fünf beziehungsweise zehn Jahren auf die Pumpengruppe an, denn wir sind von der Qualität unserer Produkte überzeugt.”
Auf der jüngsten Hannover Messe präsentierte Mattei die Ergebnisse seiner technologischen Offensive. „Ein Highlight war die neue Maschine der hoch effizienten Serie Maxima Xtreme mit 75 Kilowatt. Dank der verbesserten fluiddynamischen Leistungen und des neuen Öl-Einspritzsystems verbraucht der Kompressor 20 Prozent weniger Energie als der Branchen-durchschnitt. Die technologischen Vorteile von Maxima Xtreme übertragen wir schrittweise auch auf andere Modelle, um allen unseren Zielgruppen Energieeinsparungen zu ermöglichen“, erklärt Steffen Ehret. Eine weitere Neuheit bei einigen Kompressorenreihen waren Synchronmotoren mit Dauermagneten. Diese sind leicht und gleichzeitig leistungsstark. Darüber hinaus sind sie sehr zuverlässig und energieeffizient. „In Hannover haben wir zudem den Optima 110 Kompressor mit 110 Kilowatt mit variabler Geschwindigkeit und den neuen Blade 11 i SE mit direkter Kupplung vorgestellt. Letzterer richtet sich speziell an den Bedarf von kleinen und mittleren Unternehmen“, erklärt Ehret.
Auf der internationalen Leitmesse der Druckluft- und Vakuumtechnik, der ComVac in Hannover, präsentierte das Unternehmen auch den Mattei Xpander mit drei Kilowatt – ein patentiertes System, das Energie aus dem erwärmten Öl im Schmiermittelkreislauf der Kompressoren zurückgewinnt. Steffen Ehret erläutert: „Etwa 90 Prozent der von einem Kompressor eingesetzten elektrischen Energie wird an die Umgebung in Form von Wärme abgegeben, vor allem durch den Kühlungsprozess des Schmiermittels. Die am weitesten verbreitete Lösung, um aus diesen Energiequellen Nutzen zu ziehen, ist der Rankine-Kreislauf mit organischen Fluiden (ORC). Dieser erzeugt Energie, die über Wärmerück-gewinnung entweder als Inselsystem oder zur Einspeisung in das Stromnetz zur Verfügung steht. Zu den ORC-Systemen zählt auch der Mattei Xpander, der in Kooperation mit namhaften Partnern wie der britischen Ingenieurgesellschaft TP Group entwickelt worden ist.”
Dynamischer Markt in Deutschland
Der Druckluftmarkt in Deutschland ist sehr dynamisch und wächst kontinuierlich. 2016 lag das Volumen bei rund 380 Millionen Euro. „Deutschland hat für uns ein großes Potential, und ich erwarte ein Marktwachstum von drei bis fünf Prozent bis Ende 2017“, schildert Ehret. Mattei erhöhte im ersten Halbjahr 2017 seinen Umsatz um rund 15 Prozent. „Die attraktivsten Bereiche für den Absatz unserer Kompressoren sind beispielsweise der Verkehrssektor, das Bauwesen, der Maschinenbau und die Nahrungsmittelindustrie.”
Auch auf der ComVac 2017 hat sich das Potential des deutschen Marktes gezeigt. „Wir konnten an unserem Stand 20 Prozent mehr deutsche Besucher als vor zwei Jahren begrüßen, und einige Kontakte haben schon zu konkreten Aufträgen geführt“, betont Ehret. „Das Thema Energieersparnis war dabei beherrschend. Unsere Kunden, die bis 2020 hohe Effizienzstandards erreichen müssen, um durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle – BAFA – gefördert zu werden, zeigten daran großes Interesse. Unsere Lösungen erfüllen die hohen Anforderungen und ermöglichen es unseren Kunden, 30 Prozent der anfänglichen Investition zurückzuerhalten.”
Matteis Mission ist eindeutig: „Die Mattei-Gruppe hat einen sehr ehrgeizigen Weg eingeschlagen, den sie in den kommenden Jahren konsequent weitergeht. Dabei steht die Entwicklung und Fertigung innovativer Produkte im Mittelpunkt, die dazu beitragen, Treibhausgase zu reduzieren”, erklärt Ehret.

