Reiseplattformen: One Size Does Not Fit All

ACTE Global (Association of Corporate Travel Executives) hat in Zusammenarbeit mit American Express Global Business Travel (GBT) eine neue Studie zu OnlineBuchungs-Tools und –Technologien (OBTs) herausgegeben: Booking Tools and Technologies: One Size Does Not Fit All. In dieser geben 92 Prozent der Travel Manager an, bereits Online-Buchungstools einzusetzen; gleichzeitig wächst der Bedarf der Unternehmen, einen effizienteren und schlankeren Buchungsprozess zu ermöglichen. 80 Prozent der Befragten halten es außerdem für wichtig, dass alle Kanäle in einer Plattform integriert sind.

Eine große Mehrheit (81 Prozent) der Befragten gibt an, dass sie befugt sind, den Reisenden vorzugeben, Reisen über Unternehmenstools und -Plattformen zu buchen; fünf Prozent der Befragten gaben jedoch zu, dass die Akzeptanz derzeit unter zehn Prozent liegt. Dies zeigt, dass es trotz der Unternehmensrichtlinien immer noch echte Herausforderungen und einen Bedarf an kontinuierlicher Weiterbildung in Bezug auf die Benutzerakzeptanz gibt.

Schulungen zur Förderung der Akzeptanz
Niedrige Akzeptanzquoten der Mitarbeiter können auf mangelnde interne Schulungen zur Anwendung der Instrumente zurückzuführen sein. Weniger als die Hälfte (47 Prozent) der Befragten kommunizieren regelmäßig mit den Mitarbeitern über ihre Buchungstools. Noch überraschender ist es, dass acht Prozent der befragten Travel Manager sagen, ihr Unternehmen habe noch nie mit den Mitarbeitern über Buchungstools gesprochen, auch nicht während des Implementierungs-Prozesses.

Korrektur von Fehlinformationen unter den Mitarbeitern
Die Befragung legt nahe, dass viele Mitarbeiter möglicherweise nicht den Wert der Nutzung von OBTs zur Buchung von Geschäftsreisen verstehen, was zu niedrigeren Nutzungsraten führt. 39 Prozent der Travel Manager sagen, der Hauptgrund für Mitarbeiter nicht über die OBT eines Unternehmens buchen, bestehe darin, dass sie glauben, über andere Quellen einen besseren Preis erzielen und Geld sparen zu können.

Veränderte Erwartungen
Als Privatpersonen nutzen Reisende zunehmend hochintegrierte Plattformen und Technologien für online- und mobiles Einkaufen, was die Erwartung fördert, dass OBTs die gleichen benutzerfreundlichen Funktionalitäten aufweisen. Nur elf Prozent der Befragten geben an, dass Chat- und Instant Messaging (IM)-Kanäle derzeit für die Buchung von Reisen genutzt werden, aber mehr als ein Drittel (35 Prozent) plant, sie in Zukunft als Optionen für Reisende hinzuzufügen. Diese Daten spiegeln den Wunsch wider, mit den Trends im Einzelhandel Schritt zu halten, und bieten der Branche die Möglichkeit, diese zu übertreffen. Travel Manager und Technologieanbieter sollten dies berücksichtigen, raten die Autoren der Studie.

Travel Manager, die sich Sorgen um eine geringe Akzeptanzrate von OBT in ihrem Unternehmen machen, äußerten auch Bedenken hinsichtlich der Erfüllung der Sorgfaltspflicht „Duty of Care“ (56 Prozent) für Mitarbeiter, die außerhalb der Unternehmensrichtlinien buchen (56 Prozent) und sorgen sich um ungenutzte Potentiale, Geld zu sparen (55 Prozent).

Da jedes Unternehmen unterschiedliche reisebezogene Anforderungen hat, sagen 90 Prozent der Travel Manager, dass die Optimierung ihrer OBT-Plattform auf der Basis ihrer Reiserichtlinien und bevorzugter Partner mäßig bis extrem wichtig war.

„Travel Manager sollten vor sich ändernden Erwartungen der Reisenden auf der Hut sein. Das Buchungserlebnis muss hoch flexibel und dem Buchungsprozess bei Privatreisen ähneln“, sagt Fitzgerald Draper, Director of Research bei ACTE. „Während die individuelle Anpassung und die Suche nach der richtigen Darstellung wichtige Aspekte der OBT-Auswahl eines Unternehmens sind, müssen die Benutzer auch den Wert und die Funktionalität der Plattform verstehen. Travel Manager sollten nach Möglichkeiten Ausschau halten, das ausgewählte Tool an ihre Reisenden zu vermarkten, einschließlich aller damit verbundenen Vorteile.“

„Die Buchung über OBTs ist ein kritischer Teil des Reiseerlebnisses und sollte kanalunabhängig und allgegenwärtig sein, wo immer ein Reisender sein möchte. Damit ein Reiseprogramm funktioniert, müssen Unternehmen Werkzeuge implementieren, die intuitiv und angenehm zu bedienen sind, während sie gleichzeitig ein Marketing-Toolkit einsetzen, um zu verdeutlichen, warum das Programm gut für die Reisenden und das Unternehmen ist“, erläutert Evan Konwiser, Vice President of Marketing and Product Strategy, American Express Global Business Travel.

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