Strategische Personalplanung ist gefragt

Der Fachkräftemangel kostet Unternehmen Geld. Laut Studien 50 Milliarden Euro pro Jahr. Diese Berechnung basiert auf nicht generierten Umsätzen aufgrund von Personalmangel, so dass Aufträge entweder nicht angenommen oder bearbeitet werden können. Dass der Fachkräftemangel sich momentan direkt auswirkt auf die Wachstumspotenziale, zeigt der aktuelle Einkaufsmanager-Index. Der Frühindikator-Index ist im Juni zum sechsten Mal hintereinander gesunken und auf ein 17-Monatstief gefallen. Zwar ist das Wachstum weiter hoch, allerdings steigen die Lieferzeiten stetig weiter, was das Wachstum bremst. Grund: Personalmangel – vor allem bei produzierenden Unternehmen, die auch weiterhin Kapazitäten in diese Richtung aufbauen. Abhilfe schaffen können Unternehmen durch ein strategisches Personalkonzept.

Überlastung als Resultat unbesetzter Stellen
Neben den nicht erzielten Umsätzen ergeben sich aus unbesetzten Stellen weitere negative Folgen. Es entstehen für Unternehmen zusätzliche Kosten durch Mehrarbeit und Extraschichten. Zudem steigt durch die Unterbesetzung die Anzahl der Fehlzeiten beträchtlich. „Erhöhte Fehlzeiten sind kein Zeichen mangelnder Motivation, sondern von einer Überlastung der Mitarbeiter“, so Matthias Droste, Geschäftsführender Gesellschafter von Expense Reduction Analysts, einer auf den Mittelstand fokussierten Unternehmensberatung. Diese Überlastung habe laut Droste negative Rückwirkung auf das Binnenklima in Unternehmen und sei damit auch ein Grund für eine erhöhte Frühfluktuation von Mitarbeitern.

Strategische Personalplanung mit Zeitarbeit
Um sowohl unbesetzte Stellen zu besetzen wie auch Mitarbeiter langfristig zu rekrutieren, bieten sich Modelle mit der Einbindung von Zeitarbeit an. Droste: „Unternehmen können so flexibel auf veränderte Auftragslagen reagieren und gleichzeitig geeignete Facharbeiter ohne die üblichen ‚Cost of Hire‘ finden und binden.“ Wichtig sei dies vor allem vor dem Hintergrund einer in einigen Teilen Deutschlands vorherrschenden Vollbeschäftigung. Deswegen müsse der passende Dienstleister für Arbeitnehmerüberlassung gefunden werden. „In Projekten sehen wir es immer wieder, dass durch die passenden Dienstleister der Anteil von Facharbeitern um das Vier- bis Fünffache ansteigt“, so Droste.

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