Ein neues Kapitel der KFZ–Zulieferindustrie in Niedersachsen wird am 1. September 2014 in Damme aufgeschlagen: die Boge Elastmetall GmbH nimmt ihr operatives Geschäft auf. Die neu gegründete Gesellschaft umfasst die Aktivitäten der drei deutschen Standorte Damme, Bonn und Simmern des bisherigen Geschäftsfeldes „Gummi & Kunststoff“ der ZF Friedrichshafen AG.
Dieses Geschäftsfeld wurde von der ZF Friedrichshafen AG an das chinesische Unter-nehmen TMT (Zhuzhou Times New Material Technology) veräußert. Hauptaktionär von TMT ist der CSR-Konzern (China South Locomotive & Rolling Stock), der global führende Hersteller für Bahntechnik. Weltweit umfasst der Transaktionsprozess neun Standorte auf vier Kontinenten, die 2013 mit ca. 3.500 Mitarbeitern – davon 1.800 in Deutschland – einen Jahresumsatz von rund 750 Millionen Euro erwirtschafteten.
Weltweit expandieren
Ziel von TMT ist es, als technologisch führender Autozulieferer auch in Zukunft im Markt als Unternehmen mit Stammsitz in Deutschland wahrgenommen zu werden. Der neue Eigen-tümer will die akquirierten Gesellschaften als Plattform für weitere internationale Aktivitäten nutzen und das Geschäft mit Gummi-Metallkomponenten und technischen Kunststoff-Artikeln für die Automobilbranche weiter ausbauen. Umfangreiche Investitionszusagen stützen diese aktive Wachstumsstrategie. So ist für 2015 ein globales Investitionsvolumen von über 30 Mio. € geplant.
Dachmarke „Boge Rubber & Plastics“
Für den künftigen globalen Auftritt wurde die Marke „Boge Rubber & Plastics“ geschaffen. Sie bildet das gemeinsame Dach über die weltweiten Aktivitäten. Unmittelbar nach der Transaktion wird die Muttergesellschaft TMT ihre bisherigen Automobil-Aktivitäten in China in die „Boge Rubber & Plastics“–Marke einbringen. Die Führungsgesellschaft aller daraus entstehenden weltweiten Aktivitäten wird die „CSR New Material Technologies GmbH“, die eigens dazu gegründet wurde. Auch sie hat ihren Sitz in Damme.
Kontinuität gewährleistet
Die Kontinuität für die Geschäftspartner ist gewährt, da alle bisherigen Standorte sowie die erfolgsentscheidenden organisatorischen Strukturen erhalten bleiben. Auch für die Beschäftigten ändert sich nur wenig: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wechseln im Rahmen eines sogenannten Betriebsüberganges von ZF in die neuen Gesellschaften. Die Arbeitsverträge und ihre erworbene Ansprüche (wie etwa Altersversorgung) gelten weiter. Zusätzlich ist ein Kündigungsschutz – für Deutschland bis 2018 – vertraglich vereinbart.
Optimistisch blickt der designierte Vorsitzende der Geschäftsführung, Dr. Torsten Bremer, in die Zukunft und nennt entscheidende Erfolgsfaktoren, um im internationalen Auto-mobilgeschäft weiter erfolgreich bestehen und expandieren zu können: „Wir verbinden die große Tradition von zwei führenden Marken für Schwingungsisolierung und Dämpfung, unser Werkstoff -Knowhow ist mehrfach international für seine Innovationen ausgezeichnet worden, und wir sind auf allen Kontinenten und Automobilmärkten präsent. Zudem haben wir hochqualifiziertes und motiviertes Personal, das ein entscheidender Faktor sein wird, um unsere Wachstumsstrategie als strategischer Kernbereich in der TMT erfolgreich umzusetzen.“
Die Boge Rubber & Plastics Group, ein global führender Anbieter für Schwingungstechnik und Kunststofflösungen in der Automobilindustrie, erwirtschaftet mit rund 3.500 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von ca. 750 Millionen Euro (unkonsolidiert). Das Unternehmen mit der Zentrale in Damme (Deutschland) ist weltweit an neun Standorten in sieben Ländern präsent. Boge Rubber & Plastics ist ein Geschäftsbereich der Zhuzhou Times New Material Technology Co, Ltd.
Bild: Dr. Torsten Bremer, designierter Geschäftsführungsvorsitzender der Boge Rubber & Plastics Group

