Das zeichnet einen guten Einkäufer aus

Um kosteneffizient wirtschaften zu können, stellen sich immer mehr Unternehmen die Frage, ob sie in einen eigenen Einkauf investieren sollen. Zwar verursacht eine eigene Einkaufs-abteilung zusätzliche Kosten, gleichzeitig tragen qualifizierte Einkäufer aber in besonderem Maße zur Wertschöpfung des Unternehmens bei. Beim Industrieserviceunternehmen Bilfinger managt der Einkauf beispielsweise ein Einkaufsvolumen, das rund 50 Prozent des Unter-nehmensumsatzes entspricht. Erfahrene Einkäufer mit solidem Fachwissen zu rekrutieren und zu binden wird so zum strategischen Pfeiler für den Geschäftserfolg. Doch was macht einen guten Einkäufer aus? Vier Kriterien für ein effizientes Beschaffungsmanagement

1. Ein gutes Lieferantennetzwerk
Stichwort Internationalisierung: In einer vernetzten Welt eröffnen sich dem Einkauf zahlreiche Möglichkeiten, Güter und Dienstleistungen zu beschaffen. Mit der Auswahl wächst aber auch die Herausforderung, verlässliche Partner und das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden. Durch langjährige persönliche Expertise kennt ein Einkäufer nicht nur die wichtigsten Markt-teilnehmer und Dienstleister. Er verfügt auch über ein umfangreiches Lieferantennetzwerk, um aktuelle Trends zu bedienen und die sich stets wandelnden Anforderungen seiner Kunden zu meistern. Aufgrund seines engen und vertrauensvollen Kontakts zu Top-Lieferanten kann der erfahrene Einkäufer zudem bessere Konditionen verhandeln und in Engpass-Situationen auf eine bevorzugte Lieferung setzen.

2. Konzentration auf Kernaufgaben
Nur wer sich auf seine Kernaufgaben konzentriert, ist wirklich effizient in seinem Job. Das gilt auch für den Einkauf. Ein Mitarbeiter, der nebenher Materialien beschafft, wird sich beispiels-weise nie so ausgiebig mit der Materie befassen wie ein Einkäufer. Der Entscheidungs-prozess bleibt somit oberflächlich. Ein Einkäufer hingegen bezieht fachlich fundierte Aspekte mit ein: Welche Kosten und Ressourcen entsprechen der Anforderung? Stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich zu anderen Projekten? Er entscheidet zielgerichtet und kostenbewusst, ob eine Anschaffung sinnvoll ist oder nicht.

3. Rechtssicher handeln
Ein Einkäufer ist mit den Einkaufsrichtlinien seines Unternehmens, den geltenden Compliance-Vorgaben und der aktuellen Rechtsprechung bestens vertraut. Denn Gewähr-leistungen, Eigentumsrechte und Datenschutz spielen für seine Arbeit eine zentrale Rolle: Kommt es zu Problemen mit Lieferanten und Drittanbietern, muss er sofort wissen, wie er regelkonform reagiert – beispielsweise in Bezug auf Ersatzleistungen und mögliche Strafzahlungen.

4. Regelmäßig über ein Einkaufsnetzwerk austauschen
Wer erfolgreich einkaufen will, muss immer auf dem Laufenden und mit den neuesten, einkaufsrelevanten Aspekten vertraut sein. Um Mitarbeiter im Einkauf aktiv zu unterstützen und einen Wissensvorsprung gegenüber dem Wettbewerb zu sichern, forcieren Unternehmen wie Bilfinger die Bildung eines Einkaufsnetzwerks. Durch interdisziplinären Austausch mit anderen Einkäufern sind die Mitglieder eines solchen Netzwerks immer auf dem aktuellen Stand und optimieren somit die Voraussetzungen für qualifiziertes Beschaffungsmanagement.

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