Pünktlich zur Funkausstellung in Berlin gibt die Deutsche Telekom den Startschuss für De-Mail. Ab 31. August steht der sichere Mail-Dienst Privatkunden und Firmen zur Verfügung. Schon vor dem Start haben sich weit mehr als eine Million Menschen bei den Anbietern eine De-Mail-Adresse reserviert. Fünfstellig ist bereits die Zahl der Unternehmen, die De-Mail künftig einführen wollen. Ganz vorne dabei sind die Targobank und die Allianz.
Aktionsangebote für die Einführungsphase
Zum Start macht die Telekom den Kunden Aktionsangebote. Mittelständische Geschäfts-kunden versenden sechs Monate lang 50 Standard-De-Mails pro Monat gratis, wenn Sie bis 31.12.2012 De-Mail buchen. Auch für Groß-kunden gibt es in der Einführungsphase besondere Angebote. Sie sparen bei Vertragsabschluss in der Einführungsphase sechs Monate lang den monatlichen Grundpreis. Künftig können Unternehmen außerdem Kombi-Angebote aus De-Mail und Papierpost nutzen. Hier druckt die Telekom die De-Mail aus und stellt sie gemeinsam mit Partnern wie TNT zu.
Wie und wo bekommen die Kunden eine De-Mail-Adresse?
Das De-Mail-Gesetz sieht vor, dass sich De-Mail-Nutzer zunächst eindeutig identifizieren und registrieren, bevor sie loslegen können. Die Registrierung etwa mit dem Personal-ausweis erfolgt bei der Telekom in 750 Telekom Shops und in vielen Hermes Paketshops. Im Anschluss wird das persönliche De-Mail-Konto freigeschaltet. Registrierung und Einrichtung eines De-Mail-Kontos sowie der Empfang von De-Mails sind bei der Telekom kostenlos. Bei Unternehmen ist der Firmenname Bestandteil der Adresse: Vorname.Nachname@Meinefirma.de-mail.de. Außerdem können sie Postfächer für Abteilungen einrichten, wie etwa: Einkauf@Meinefirma.de-mail.de.
Mit De-Mail steigt die Deutsche Telekom in einen zukunftsträchtigen neuen Wachstums-markt ein: Danach könnte De-Mail bis 2018 29 Prozent der jährlich versendeten 17,5 Milliarden Briefe und 39 Prozent der jährlich 5,4 Milliarden Faxe ersetzen. Vorteile bringt die De-Mail für Privatkunden, Firmen oder die öffentliche Verwaltung. Die sicheren De-Mail-Nachrichten lassen sich rund um die Uhr, ortsunabhängig verschicken – auch über Smartphones. Gleichzeitig sinken durch die Nutzung von De-Mail die Kosten für Porto, Papier und Druck. Für die Sicherheit bei der Übertragung einer De-Mail sorgen ver-schlüsselte Transportkanäle. Darüber hinaus wird durch De-Mail die Kommunikation nachweisbar. Dazu erhält der Sender auf Wunsch eine Zugangs- und Empfangs-bestätigung. Gleichzeitig ist die De-Mail Nutzeroberfläche bequem zu bedienen. De-Mail sieht für den Nutzer wie E-Mail aus und funktioniert auch so. Privat- und Geschäftskunden greifen auf ihr De-Mail-Postfach über ihren Webbrowser zu. Große Unternehmen und Verwaltungen bindet die Telekom innerhalb weniger Tage über zentrale Eingangstore an De-Mail an.
De-Mail-Gesetz als Basis
De-Mail wurde auf Initiative des Bundesministeriums des Innern (BMI) gemeinsam mit Vertretern aus Wirtschaft, Verwaltung und Verbänden entwickelt. Ziel ist es, eine sichere E-Mail-Infrastruktur für Bürger, Unternehmen und Behörden zu etablieren. Das De-Mail-Gesetz ist am 3. Mai 2011 in Kraft getreten. Bereits 2009/2010 wurde De-Mail in der T-City Friedrichshafen mit 40 Teilnehmern aus Unternehmen und Verwaltung und über 1.000 Privatkunden getestet. Um De-Mail anzubieten, müssen Provider strenge Sicherheits-standards des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erfüllen. Die Deutsche Telekom AG hat sich erfolgreich zum De-Mail-Anbieter akkreditieren lassen. Auf der CeBIT 2012 erhielten die Telekom Deutschland und T-Systems ihre Zulassung.


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