ZF ist als „Bekannter Versender“ zertifiziert

Grünes Licht für ZF. Das Luftfahrt-Bundesamt hat dem Automobilzulieferer den Status „Bekannter Versender“ eingeräumt. Damit gelten die vom Unternehmen auf die Reise geschickten Luftfrachtsendungen als sicher und müssen keine zusätzlichen Sicherheits-kontrollen bei Dienstleistern oder an Flughäfen durchlaufen. Bereits mehrere Monate vor Ablauf der behördlichen Übergangsfrist für „Bekannte Versender“ ist klar: Der Konzern erfüllt alle erforderlichen Auflagen.

„Die Zertifizierung hilft uns, Zeit und Kosten zu sparen“, sagt Harald Boes, ZF-Konzern-Beauftragter für Luftfrachtsicherheit. Durch das Verfahren können Warensendungen die Lieferkette bis zum Kunden wesentlich schneller durchlaufen. Denn zusätzliche Kontrollen sind teuer und zeitintensiv. Leicht können hier Verzögerungen von bis zu drei Tagen entstehen. Da durch die Zertifizierung zusätzliche Kontrollen entfallen, kann der Konzern zudem jährlich mehrere Millionen Euro einsparen.

Der Warenausgang im Friedrichshafener Forschungs- und Entwicklungszentrum, von dem verschiedene Getriebe-Prototypen in die Welt hinaus verschickt werden, war die erste zertifizierte Verladestelle. Mittlerweile sind weitere elf Verladestellen als „Bekannter Versender“ zugelassen. Zertifikate für andere 18 Verladestellen an verschiedenen deutschen ZF-Standorten sollen bis zum Jahresende folgen.

„Damit werden wir dieses Vorhaben deutlich vor Ablauf der Übergangsfrist am 25. März 2013 abschließen“, betont Boes. Seit Anfang September dieses Jahres übt er die Funktion des Beauftragten für Luftfrachtsicherheit zusätzlich zu seiner Verantwortung im Zoll-management aus. Sie ist Voraussetzung dafür, dass der ZFKonzern als „Bekannter Versender“ agieren kann. Bis April vergangenen Jahres war es deutschen Unternehmen noch möglich, einem Spediteur die Luftfracht mit dem Status „sicher“ zu übergeben. Erforderlich war lediglich eine Sicherheitserklärung. Diese Erklärung ist nach einer
Novellierung Europäischer Verordnungen mittlerweile nicht mehr ausreichend. Stattdessen werden die Versender in die Pflicht genommen.

Täglich verlassen ZF-Produkte per Luftfracht die deutschen Flughäfen. Das Unternehmen hat im Laufe des Zertifizierungsprozesses in Deutschland rund 1.300 Mitarbeiter, die am Abfertigungsprozess von Luftfracht beteiligt sind, auf die neuen Sicherheitsbestimmungen geschult. Zudem wurden an den einzelnen Verladestellen des Konzerns hermetisch abgeriegelte Luftfrachtsicherheitsbereiche eingerichtet. „Das LBA hat die Prozesse im Unternehmen bezüglich des Umgangs mit identifizierbarer Luftfracht genauestens hinterfragt. Luftfracht muss nachweislich vor unbefugtem Zugriff geschützt werden“, unterstreicht Boes. „Dies ist uns gelungen.“

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