Am 15. Juni 2017 fallen innerhalb der EU die Roaming-Gebühren weg. Darauf haben sich die Vertreter der EU-Länder, die Kommission und das Europaparlament geeinigt. Nach Einschätzung der Kostenmanagement-Beratung Expense Reduction Analysts bedeutet diese Entscheidung allerdings nicht das generelle Ende von Roaming-Gebühren.
„Der jetzige Beschluss sieht Einschränkungen für Nutzer vor, die in hoher Frequenz im Ausland telefonieren oder im Ausland große Datenpakete abrufen und Textnachrichten verschicken“, so Dr. Jens Biesterfeld, Telekommunikationsexperte bei Expense Reduction Analysts. Zudem würde gerade bei exportorientierten Unternehmen die Kommunikation nicht an den EU-Grenzen enden. „Daher werden Unternehmen auch in Zukunft hohe Kosten durch internationale Kommunikation haben“, so Biesterfeld.
Für Unternehmen ist es wichtig, nicht bis zum Stichtag im Juni 2017 und dem Wegfall der Roaming-Gebühren zu warten, sondern diese Ausgaben aktiv zu untersuchen. Durch die wegfallenden Roaming-Gebühren werden die Anbieter sehr wahrscheinlich an anderer Stelle an der Preisschraube drehen, so dass inaktive Unternehmen 2016 durchaus höhere Telekommunikationskosten haben könnten als 2015.

