Die Bosch-Gruppe hat 44 Lieferanten aus elf Ländern mit dem Bosch Global Supplier Award ausgezeichnet. Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen würdigt damit bereits zum 15. Mal überdurchschnittliche Leistungen bei der Herstellung und Lieferung von Produkten oder Dienstleistungen – insbesondere in den Bereichen Qualität, Kosten, Innovationen und Logistik.
Vor Vertretern aus der Zuliefererindustrie verlieh Bosch die begehrten Auszeichnungen. Das diesjährige Motto der Preisverleihung lautete „Partners in Success“. Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung, betonte die besondere Bedeutung einer zunehm-end vernetzten Zusammenarbeit von Bosch und seinen Lieferanten: „In der vernetzten Welt werden Partnerschaften immer wichtiger. Aus hierarchischen Wertschöpfungsketten werden Wertschöpfungsnetzwerke. Mit unseren offenen Plattformtechnologien können wir die Chancen der Digitalisierung in unseren Partnernetzwerken optimal nutzen, beispielsweise für den Datenaustausch bei Industrie 4.0 über das Production Performance Management Protocol.“
Wandel umfasst gesamte Wertschöpfungskette
„Unser Ziel ist es, Supply Chain Excellence zu erreichen. Dafür halten wir die höchsten Qualitätsstandards ein. Wir müssen künftig noch flexibler und schneller auf Markt- und Kundenwünsche reagieren. Das funktioniert nur, wenn alle Partner intelligent vernetzt sind und mit Hilfe automatisierter Prozesse eng zusammenarbeiten“, sagte Prof. Dr. Stefan Asenkerschbaumer, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung von Bosch und verantwortlich für Einkauf und Logistik. Für den anstehenden Wandel investiert Bosch weiter massiv in neue Technologien und Märkte, treibt innovative Einkaufs- und Logistikstrategien voran und bildet seine Mitarbeiter entsprechend weiter.
Softwareexpertise bei Lieferanten immer wichtiger
Als Innovationsführer gestaltet Bosch den Wandel im Internet der Dinge und treibt ihn aktiv voran. „Bis 2020 werden alle neuen elektronischen Bosch-Produkte vernetzbar sein. Das bedeutet, dass auch unser Softwarebedarf kontinuierlich steigt. Bis 2023 werden wir unser Einkaufsvolumen für Software auf über drei Milliarden Euro verdreifachen“, erklärte Denner. Nach Überzeugung des Bosch-Chefs wird es auch für die Zulieferer des Unternehmens immer wichtiger, ihre Organisationen mit dem Internet der Dinge weiterzuentwickeln. Dafür müssen vor allem im Softwarebereich Kompetenzen aufgebaut werden. Im Austausch von Ideen und Wissen zwischen Unternehmen sieht Denner einen wichtigen Erfolgsfaktor: „Wir müssen gemeinsam daran arbeiten, unser bestehendes Geschäft im Bereich der vernetzten Produkte und bei Industrie 4.0 weiter auszubauen. Nur so können wir langfristig wettbewerbs-fähig bleiben.“
Internationale partnerschaftliche Zusammenarbeit hat Tradition
Mit vielen Partnern verbindet Bosch eine jahrzehntelange Zusammenarbeit. Drei der ausgezeichneten Unternehmen zählen bereits zum achten Mal zu den Gewinnern. Mehr als die Hälfte der prämierten Unternehmen hat seinen Sitz außerhalb Deutschlands, knapp ein Drittel davon in Asien. Dr. Karl Nowak, Vorsitzender der Bosch-Geschäftsleitung des Zentral-bereichs Einkauf und Logistik: „Der Erfolg von Bosch basiert maßgeblich auf Wettbewerbs-fähigkeit, Innovationskraft und Agilität, die wir nur mit erfolgreichen internationalen Partner-schaften realisieren können.“ Bosch hat die Preise in insgesamt sechs Kategorien verliehen. Diese sind: Innovation, Rohstoffe und Komponenten, Elektronik und Elektromechanik, Mechanik, Handelsware und Indirekter Einkauf.
Lieferanten wesentlich an Innovationen beteiligt
Die Zulieferunternehmen sind für Bosch schon lange keine reinen Teilelieferanten mehr. Sie sind zugleich Entwicklungs- und Innovationspartner, die zur Wettbewerbsfähigkeit von Bosch beitragen. Aktuell beträgt das Einkaufs- und Logistikvolumen der Bosch-Gruppe rund 60 Prozent des gesamten Umsatzes. Eingekauft werden vor allem elektronische und mechanische Komponenten. Zum Einkaufsspektrum gehören darüber hinaus Handelswaren, Software, Dienstleistungen, Investitionsgüter und Betriebsmittel.
Die Preisträger
Kategorie „Indirekter Einkauf“
• Balluff GmbH, Deutschland
• Bechtle AG, Deutschland
• Chiron – Werke GmbH & Co. KG, Deutschland
• Comparex AG, Deutschland
• Hoffmann Group, Deutschland
• Koh Young Technology Inc., Korea
• Loccioni, Italien
• netzwerk P Produktion GmbH, Deutschland
• Strama-MPS Maschinenbau GmbH & Co. KG, Deutschland
• traytec GmbH, Deutschland
• Zeller + Gmelin GmbH & Co. KG, Deutschland
Kategorie „Rohstoffe und Komponenten“
• A. Schulman, Deutschland
• CW Bearing Cixing Group Co., Ltd., China
• Dow Corning Corporation, USA
• MinebeaMitsumi Inc., Japan
• Essex Group Inc., USA
Kategorie „Elektronik und Elektromechanik“
• Infineon Technologies AG, Deutschland
• Integrated Silicon Solution Inc., USA
• Kyocera Crystal Device Corporation, Japan
• Meteor Sas di Fabio Dell’Oglio & C., Italien
• Murata Manufacturing Co., Ltd., Japan
• Nidec Corporation, Japan
• Osram GmbH, Deutschland
• Shenzhen Kaizhong Precision Technology Co., Ltd., China
Kategorie „Mechanik“
• Anton Häring KG, Deutschland
• Cablex Group, Slowenien
• Formtechnik Dr. Hasel GmbH, Deutschland
• Fuji Industries Corporation, Japan
• Gentherm, USA
• Korel Elektronik San. ve Tic. A.Ş., Türkei
• Marcegaglia Poland Sp. z o.o., Italien
• Bernd Meffle Kunststoffverarbeitung GmbH, Deutschland
• Murata Manufacturing Co., Ltd., Japan
• Nash Industries (I) Pvt. Ltd., Indien
• Ningbo Sunny Automotive Optech Co., Ltd., China
• Pressofusione Saccense S.r.l., Italien
• Reich GmbH, Deutschland
• Scherdel GmbH, Deutschland
• SFS intec AG, Schweiz
• Ssangyong Materials Corporation, Korea
• Takako Industries Inc., Japan
• Trelleborg Sealing Solutions, Schweden
• Yantai Shougang Magnetic Materials Inc., China
Kategorie „Handelsware”
• Kingclean Electric Co., Ltd., China
Kategorie „Innovation“
• VEM Gruppe, Deutschland
Bild: 15. Bosch Global Supplier Award 2017, Foto: Bosch

