Verbindung von Druckluft und Industrie 4.0

Mit der LOOXR GmbH geht der süddeutsche Druckluft- und Pneumatikspezialist Mader neue Wege. Das wenige Monate alte Start-up setzt sich zum Ziel den gesamten Druckluftprozess zu digitalisieren und damit maximale Transparenz, Versorgungssicherheit und Energieeffizienz im gesamten Druckluftsystem zu erreichen. Gegründet wurde die LOOXR GmbH von den beiden Mader-Gesellschaftern Werner Landhäußer (CEO) und Peter Maier (CTO). Gelingen soll „Druckluft 4.0“ durch die Verbindung moderner Sensortechnik, intelligenter Software und Smart Data Analytics. Mit seinem zentralen Produkt, der Software „LOOXR Druckluft 4.0“ richtet sich das Unternehmen an Energieeffizienzbeauftragte, Instandhaltungsleiter, Druckluftverantwortliche, Produktionsleiter und Geschäftsführer.

„Erste Gehversuche in der digitalen Druckluftwelt haben wir noch unter der Marke Mader gemacht, aber schnell gemerkt, dass eine Ausgründung sinnvoller ist. Mader wird sich weiterhin stark auf Produkte und Dienstleistungen rund um das Thema energieeffiziente Druckluft und Pneumatik konzentrieren. Die LOOXR GmbH wird Partner bei der Umsetzung digitaler Themen im gesamten Druckluftsystem sein und die entsprechenden Technologien sowie die Software zur Verfügung stellen“, erläutert Werner Landhäußer. „Das aber nicht nur für Mader, sondern auch für andere Anbieter“, betont Peter Maier.

Pay-per-Use-Modell für Druckluft – Bezahlen nach Verbrauch
Einen ersten wichtigen Schritt in Richtung Druckluft 4.0 ist aus Sicht der beiden Unternehmer getan: „Durch die LOOXR-Software kann Mader erstmals ein komplett herstellerunabhängiges Pay-per-Use-Konzept für Druckluft anbieten. Das heißt konkret: Kunden kaufen keinen Kompressor der Marke A oder B mehr, sondern bezahlen ihre Druckluft entsprechend des tatsächlichen Verbrauchs.“ Möglich wird das durch moderne Sensorik, die Echtzeitdaten liefert, die im Online-Portal von LOOXR jederzeit abgerufen werden können. „Das ermöglicht eine Cent-genaue Abrechnung des Druckluftverbrauchs und stellt darüber hinaus die Druckluftversorgung sicher, weil etwaige technische Probleme im Voraus erkannt werden können“, so Maier.

Ein weiterer Vorteil für den Kunden ist, laut Maier, die Sorgenfreiheit im Thema Druckluft, die der Kunde durch das neue Bezahlmodell haben könne. „In der vereinbarten Laufzeit kümmern wir um alles: dass die Druckluft läuft, dass die Anlage gewartet wird, dass die Energieeffizienz und die Druckluftqualität stimmt, dass Abnahmeschwankungen kompensiert werden – und das ohne monatliche Mindestabnahmemenge“, versichert Maier.

Mit der Pay-per-Use-Lösung von Mader soll Druckluft erstmals zu einem variablen, direkt von der Produktionsmenge abhängigen Budgetposten werden, was besonders Geschäftsführer und Controller überzeugen dürfte. Umwelt- und Energiemanagementbeauftragte könnten von der Transparenz in Sachen Druckluftverbrauch und den leicht zugänglichen Informationen für das eigene Audit-Berichtswesen profitieren. Für Instandhaltungsleiter könnten die absolute Versorgungssicherheit im Druckluftbereich und der vergleichbar geringe Aufwand mit der Druckluftanlage entscheidend sein.

Mehr Transparenz dank Druckluft 4.0
Die Digitalisierung der Druckluftkette bietet nach Meinung der beiden LOOXR-Gründer aber weitere, ganz entscheidende Vorteile. Dank der LOOXR-Technologie und –Software gäbe es erstmals die Möglichkeit den gesamten Druckluftprozess transparenter zu machen. „Wir kennen nicht nur den Stromverbrauch, den Betriebsdruck oder den Volumenstrom – durch die Ergänzung weiterer Messwerte, der Erfassung der Werte über einen längeren Zeitraum und der Nutzung moderner Analysetools werden die Zusammenhänge innerhalb eines Druckluftsystems klarer. Und damit auch die Maßnahmen, um beispielsweise eine gewünschte Druckluftqualität zu erreichen, die Energieeffizienz des Systems zu verbessern oder einen drohenden Ausfall der Druckluft zu verhindern“, erläutert Werner Landhäußer.

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