Beschaffung im international turbulenten Umfeld

Während der Trend politisch momentan eher in Richtung Protektionismus und Nationalismus geht, setzen Europas Einkäufer stark auf globale Vernetzung. Umso intensiver sich Unternehmen jedoch auf internationalem Parkett bewegen, desto wichtiger werden verlässliche Compliance-Richtlinien und -Systeme. Wie die Ergebnisse des jüngst vom Berliner Verlag Fuchsbriefe veröffentlichten Compliance-Ratings zeigen, gibt es bezüglich Reifegrad und Ausgestaltung große Unterschiede. Nach Einschätzung von Experten seien viele Compliance-Systeme zudem intransparent und lückenhaft.

Auch auf dem 52. BME-Symposium, das kürzlich in Berlin stattfand, wurde das Thema „Globale Netzwerke“ vielfach diskutiert. „Wir brauchen Offenheit und Verlässlichkeit – verlässliche Partner, eine verlässliche Supply Chain und verlässliche juristische Strukturen“, sagte Dr. Silvius Grobosch, Mitglied des geschäftsführenden Bundesvorstands des BME e. V.

Change is the new normal
Die politische Großwetterlage sei turbulent, die deutsche Industrie aber weiterhin auf starkem Wachstumskurs, machte Grobosch deutlich. „Change is the normal!“ Die Gesellschaft stehe in einem rasanten Wandel – einer Herausforderung, der sich auch der Einkauf stellen müsse. Grobosch nannte hier zum Beispiel das Risikomanagement: „Der Einkäufer der Zukunft ist eigentlich ein Risikomanager“, betonte er.

Compliance standardisiert berücksichtigen
„Compliance ist eines der Themen, zu denen auch wir gefragt werden – und eine Antwort haben“, sagte Michael Bibow, CEO der NEWTRON AG. So bietet der Software-Anbieter ein umfassendes elektronisches System, das es erlaubt, die Lieferanten global und standort-übergreifend standardisiert zu managen und dabei Risiken transparent zu machen sowie Compliance-Richtlinien zu berücksichtigen.

Ganzheitliche Lösungen gesucht
Das Ziel, Prozesskosten mithilfe von Digitalisierung deutlich zu senken, steht außer Frage. Die Frage für Einkäufer ist nur: Wie? „In unseren Gesprächen wurde deutlich: Viele Einkäufer suchen ganzheitliche webbasierte Lösungen und Anbieter, mit deren Hilfe sich der komplette Einkaufsprozess abdecken lässt“, so Bibow. „Wir sind beispielsweise in der Lage, verschiedene Software-Lösungen miteinander zu verbinden und die ERP Systeme optimal zu integrieren“, erklärte er. Ein weiterer Wettbewerbsvorteil: NEWTRON kann neben Standardprodukten dank eigener Entwickler auch flexibel auf die Anforderungen der Kunden reagieren.

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