Mehr Kapazität lässt Transportpreise sinken

Die verfügbare Transportkapazität ist nach Q3 auch in Q4 2018 gestiegen. Bereits 2017 waren gegen Jahresende wieder mehr Kapazitäten im Markt. Beim Vergleich des Kapazitätsanstiegs in beiden Jahren fällt allerdings das deutliche Plus von mehr als 30 Prozent in Q4 2018 gegenüber dem Vorjahr auf. „Der starke Anstieg liegt daran, dass 2017 im Zuge anhaltender Kapazitätsengpässe besonders wenig freier Frachtraum verfügbar war“, sagt Oliver Kahrs, Geschäftsführer TIM CONSULT.

Die anhaltende Entspannung wirkt sich seit Oktober 2018 spürbar auf die Transportpreise im Spotmarkt aus. Während die Kapazitäten 2018 bereits ab Mai über denjenigen von 2017 lagen, sind die Transportpreise erstmals im Oktober unter das Vorjahresniveau gefallen. Insgesamt lagen die Preise in Q4 2018 sogar fast 6 Prozent unter den Transportpreisen im 4. Quartal 2017. Von dieser Entwicklung spüren viele verladende Industrie- und Handelsunternehmen in der Praxis jedoch nur wenig, da sie ihre Transporte häufig ausschließlich auf Basis langfristiger Verträge vergeben.

„Auf diese haben sich die aktuellen Trends noch nicht ausgewirkt. Wer die Preisvorteile am Spotmarkt flexibel für Kosteneinsparungen nutzen möchte, sollte daher auf eine gemischte Transportvergabestrategie setzen“, so Kahrs weiter.

Preisdifferenz am Spotmarkt für Kosteneinsparungen nutzen
Mit dem Anstieg der Transportkapazitäten hat sich die Preisspanne zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Angebot für tagesaktuell ausgeschriebene Transporte auf der Transporeon-Plattform im 4. Quartal 2018 erneut vergrößert, von rund 21 Prozent in Q3 auf 23 Prozent in Q4 2018. Damit ließ sich im vergangenen Quartal die höchste Preisdifferenz seit Q4 2009 beobachten. Die hohe Volatilität am Transportmarkt ließ die Preise im Spotmarkt sogar sinken, obwohl der Dieselpreisindex von Q3 auf Q4 2018 um weitere 5 Prozent gestiegen ist.

„Je mehr Transportkapazität verfügbar ist, desto höher fällt die Preisdifferenz am Spotmarkt aus. Traditionell ist im 1. Quartal eines Jahres besonders viel freier Frachtraum vorhanden. Daher erwarten wir für Q1 2019 einen weiteren Anstieg der Preisdifferenz, wodurch eine Transportvergabe am Sportmarkt noch interessanter wird“, erklärt Jan Rzehak, Director Business Consulting bei Transporeon.

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