Arbeitskosten im Jahr 2017

9. März 2018 · Länder, Märkte, Personal, Preise, Statistik, Unternehmen ·  

In Deutschland sind die Arbeitskosten je geleistete Arbeitsstunde im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr kalenderbereinigt um 2,1 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, erhöhten sich die Kosten für Bruttoverdienste dabei um 2,2 %, die Lohnnebenkosten um 1,8 %.

Im vierten Quartal 2017 stiegen die Arbeitskosten im Vergleich zum vierten Quartal 2016 kalenderbereinigt um 1,5 %. Dieser relativ niedrige Wert beruht auf einem im Vergleich zum Vorjahresquartal geringeren Krankenstand, was die Zahl der geleisteten Stunden erhöht. Dadurch verringerte sich insgesamt der Anstieg der Arbeitskosten je geleistete Stunde. Der Zuwachs zum Vorquartal lag saison- und kalenderbereinigt bei 0,4 %.

EU-Vergleich der Arbeitskosten
Für das dritte Quartal 2017 liegen für alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) Veränderungsraten der Arbeitskosten vor. Nach diesen Ergebnissen verteuerte sich in Deutschland eine Stunde Arbeit im Vergleich zum Vorjahresquartal kalenderbereinigt um 2,2 %. In der gesamten EU betrug der durchschnittliche Anstieg der Arbeitskosten in diesem Zeitraum 2,1 %. Die höchsten Wachstumsraten innerhalb der EU wiesen Rumänien (+ 16,5 %), Ungarn (+ 12,6 %) sowie Bulgarien (+ 10,7 %) auf. In Finnland (– 3,0 %) und Portugal (– 1,1 %) waren die Arbeitskosten rückläufig. In Frankreich fiel der Anstieg der Arbeitskosten mit + 1,7 % niedriger aus als in Deutschland. Der jährliche Anstieg der Arbeitskosten in Deutschland (2016: + 2,8 %) lag bereits das sechste Jahr in Folge über dem EU-Durchschnitt (2016: + 1,8 %) und fünf Jahre ununterbrochen oberhalb des entsprechenden Wertes für Frankreich (2016: + 1,5 %).


Die Veränderungsraten der Arbeitskosten von Staaten außerhalb des Euro-Währungsgebiets sind in der jeweiligen Landeswährung gemessen und daher nicht währungsbereinigt.

Tabelle: EU-Vergleich der Arbeitskosten; Veränderung im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich, Rechenstand: 3. Quartal 2017; Quelle: Statistisches Bundesamt

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Kommentare

Eine Antwort zu “Arbeitskosten im Jahr 2017”

  1. caprockoralsurgery am 12. März 2018

    Die Zahlen an sich sind für einen beratungsintensiven Inbound eigentlich gar nicht schlecht. Wenn man von 3,3 Beratungen pro Stunde rund um die Uhr ausgeht zu Tag- und Nachtzeiten sind das in den Peaks wahrscheinlich auch mal 6 Beratungen und in den Lows (nachts um 3 oder 4) auch mal durchschnittlich unter einer. Was hier ganz interessant ist: die Gespräche werden keinen Fünf-Minüter sein. Da dürfte kaum was unter einer Stunde Beratungszeit ablaufen. Pro Effektivstunde werden also mindestens 3,3 Beratungsstunden geleistet ich rechne mal eher mit 4,5. Die 60 Beraterinnen braucht man deshalb, weil die im Vier-Schichten-System arbeiten mehr als 6 Stunden am Stück hält man den Inbound nämlich nicht durch. 15 pro Schicht ich schätze mal, je 20 für die Tag- und je 10 für die Nachtzeiten werden das sein. Wenn man dann noch die Mehrsprachigkeit in Betracht zieht, ist das zwar eine etwas hohe, aber noch sinnvolle Zahl von Inbounderinnen. Also rein wirtschaftlich gesprochen. Aus der Perspektive eines Callcenter-Dienstleisters heraus, der eine gute Erreichbarkeit gewährleisten will.

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