Produktfälschern das Handwerk legen

Die Entwicklung ist besorgniserregend: Industrieprodukte bis hin zu sicherheitssensiblen MRO-Bauteilen, wie etwa Wälzlager, werden optisch 1:1 bis hin zum Großlager kopiert. Additive Druckverfahren verschärfen die Situation zusätzlich. Das Internet ist unkontrollierter Multiplikator: Die 24-Stunden-Verfügbarkeit auch großer Chargen vermeintlicher Wälzlager-Markenprodukte zu Niedrigpreisen verführen zum „Schnäppchen-Kauf“. Produktfälscher im Bereich Wartung, Instandhaltung und Reparatur (MRO) sind ein ernstes Problem. So bedeuten beispielsweise Imitate von Wälzlagern höchste Risiken für die Produktion, die Menschen und das Image eines Unternehmens. Auf der sicheren Seite sind MRO-Einkäufer dann, wenn sie über den autorisierten Technischen Händler die Produkte beziehen.

Original-Wälzlager nur vom autorisierten Vertriebspartner
Wer Lager oder andere Produkte von nicht autorisierten Vertragshändlern bezieht, geht ein erhebliches Risiko ein. Denn beim Einsatz von gefälschten Produkten drohen beträchtliche ökonomische und rechtliche Auswirkungen. Geschädigt werden nicht nur die Unternehmen, die echte Wälzlager herstellen und entwickeln, sondern vor allem die Firmen, die sie verbauen.

Um sich vor Plagiaten zu schützen, ist es wichtig, vollwertige Markenprodukte vorzugsweise bei autorisierten Technischen Händlern zu kaufen. Ein Beispiel ist die BRAMMER GmbH aus Karlsruhe. Geschäftsführer Ralf Hellwig: „Als Europas größter Händler für Wälzlager haben wir mehr als zehn Millionen Artikel dieser Produktgruppen im Bestand. BRAMMER ist der einzige autorisierte Händler für alle fünf wichtigen Premium-Lager-Marken FAG, INA, NSK, SKF und Timken. Das gibt dem Instandhalter vor Ort die Sicherheit, authentifizierte und rückverfolgbare Produkte mit Garantie- und Gewährleistungen über eine nachvollziehbare Versorgungskette zu beziehen.“

BRAMMER begleitet Kunden mit Initiativen zur Aufklärung gegen Produkt- und Marken-piraterie und schult deren Einkäufer und Instandhalter in dieser wichtigen Thematik, wie etwa über Maßnahmen der Premiumhersteller zur Abwehr von Produktfälschungen. Dazu arbeiten alle namhaften Hersteller in der World Bearing Association (WBA) zusammen. Die WBA führt auch eine weltweite Infokampagne gegen Produktfälschungen durch. Weiteres sind technische Maßnahmen, die dem Anwender die Sicherheit geben, Original-Qualität gemäß ihrer Vorgaben einzusetzen. So beispielsweise der zweidimensionale „DataMatrix“-Code (DMC) aus dem Hause Schaeffler. Er macht jedes Produkt etwa von INA oder FAG mit einem einfachen Scan – auch per Handy-App „OriginCheck App“ – individuell identifizierbar.

Bild: Produktfälschern das Handwerk legen; Foto: Brammer GmbH

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