Arbeitskosten im 3. Quartal 2018

In Deutschland sind die Arbeitskosten je geleistete Arbeitsstunde im Zeitraum vom dritten Quartal 2017 zum dritten Quartal 2018 kalenderbereinigt um 2,7 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, stiegen die Arbeitskosten im Vergleich zum Vorquartal saison- und kalenderbereinigt um 1,0 %.

Die Arbeitskosten setzen sich aus den Bruttoverdiensten und den Lohnnebenkosten zusammen. Die Kosten für Bruttoverdienste erhöhten sich im dritten Quartal 2018 im Vergleich zum dritten Quartal 2017 kalenderbereinigt um 2,7 %, die Lohnnebenkosten stiegen um 2,5 %.

Dem internationalen Vergleich mit den anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) liegt der Bereich des Produzierenden Gewerbes und der wirtschaftlichen Dienstleistungen zugrunde. Hierbei sind unter anderem der öffentliche Dienst und das Gesundheitswesen nicht enthalten. Für das zweite Quartal 2018 liegen für alle Mitgliedstaaten der EU Veränderungsraten der Arbeitskosten vor. Nach diesen Ergebnissen verteuerte sich eine Stunde Arbeit in Deutschland im Vergleich zum Vorjahresquartal kalenderbereinigt um 2,4 %. In der gesamten EU lag der durchschnittliche Anstieg der Arbeitskosten in diesem Zeitraum mit +2,8 % über dem Wert für Deutschland. Die höchsten Wachstumsraten innerhalb der EU wiesen Rumänien (+12,4 %), Lettland (+11,2 %), Kroatien (+10,8 %) und Litauen (+10,1 %) auf, allesamt Länder mit Arbeitskostenniveaus unterhalb von 10 Euro. Im Vergleich dazu lag der EU-Durchschnitt 2017 bei 26,30 Euro. Deutschland kam mit 34,20 Euro Arbeitskosten je geleistete Stunde auf Rang sechs. Den niedrigsten Anstieg der Arbeitskosten gab es in Luxemburg (+0,6 %) und Malta (+1,2 %). In Frankreich fiel der Anstieg der Arbeitskosten mit +3,0 % etwas höher aus als in Deutschland.

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