Produktion: In 4 Schritten mit IIoT zum Erfolg

Neben der zunehmenden Verbreitung des Internet der Dinge (Internet of Things, kurz IoT), bei dem Alltagsgegenstände wie Haushaltsgeräte oder Lichtschalter mit dem Internet verbunden und gesteuert werden, steigt auch die Nachfrage nach vernetzten intelligenten Systemen im industriellen Bereich. Das so genannte Industrielle Internet der Dinge (IIoT) kommt meist bei der Überwachung und Steuerung der Produktionsprozesse zum Einsatz und erfasst detaillierte Daten für das Qualitäts-Management sowie für die Dokumentation.

Die Vernetzung von intelligenten Maschinen und Anlagen verschafft Betrieben eine nie dagewesene Transparenz der Lieferkette und ermöglicht es ihnen, ihre Fertigungsabläufe zu optimieren. Die Produktionskosten sinken und neue Geschäftsmodelle lassen sich realisieren, was wiederum zu mehr Wachstum sowie einer besseren Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit führt. Kein Wunder, dass immer mehr Unternehmen auf den IIoT-Zug aufspringen.

Eine vernetzte beziehungsweise smarte Produktion einzuführen, ist allerdings nicht trivial. Bleiben bestimmte Aspekte unberücksichtigt, kann die Verwaltung und der Betrieb von verschiedenen miteinander verbundenen Geräten sehr aufwändig sein. Die durch die Automatisierung und Vernetzung erzielten Resultate gehen dann auf Kosten eines hohen Ressourceneinsatzes und das Unternehmen hat unter dem Strich nicht viel gewonnen.

Vier Schritte zur erfolgreichen Einrichtung einer IIoT-Umgebung
1. In kleinen Schritten starten
Das IIoT-Konzept ist per se modular: Smarte Komponenten lassen sich Schritt für Schritt in das Netzwerk einbinden und die jeweiligen Einsatzszenarien – von der einfachen Produktionsanwendung bis zur komplexen Predictive-Maintenance-Umgebung – nach dem Baukastensystem einrichten. Pilotprojekte sind bei der IIoT-Einführung grundsätzlich sinnvoller als ein Großvorhaben, das die komplette Umstellung der Fertigung vorsieht. Im kleineren Rahmen lassen sich Ergebnisse und Auswirkungen klarer zuordnen, die Kosten bleiben überschaubar, und die Mitarbeiter können langsam an die neue Technologie herangeführt werden.

2. Einheitliche Standards sicherstellen
Das Fehlen von Standards sowie herstellerspezifische Protokolle erhöhen die Gefahr, dass IIoT-Geräte verschiedener Hersteller nicht miteinander kompatibel sind. Bei der Umsetzung des industriellen Internet der Dinge sollten Unternehmen daher dafür sorgen, dass die eingebundenen Maschinen und Anlagen den jeweils aktuellen Standards entsprechen und auch für künftige Anpassungen offen sind. Auch software-seitig empfiehlt sich der Einsatz von offener Software für die Vernetzung der „Dinge“ und die Verwaltung des IIoTNetzwerks.

3. Für ein sicheres IIoT-Netzwerk sorgen
Mit der zunehmenden Vernetzung von Maschinen und Anlagen wächst auch die Gefahr von Cyberangriffen in der Produktion. Wichtig ist daher, dass Software und Firmware der vernetzten Geräte immer auf dem neuesten Stand sind. Sinnvoll ist zudem eine zentrale Verwaltung des Netzwerks – etwa um Sicherheitsupdates an allen Standorten weltweit zur gleichen Zeit aufspielen zu können.

4. Gesammelte Daten gezielt aufbereiten
Ein zentrales Element von IIoT sind Daten, auf deren Basis die Produktionsprozesse automatisiert und im laufenden Betrieb flexibel an sich verändernde Anforderungen angepasst werden. Allerdings liefern Daten nur dann brauchbare Ergebnisse, wenn sie mithilfe entsprechender Software anschaulich visualisiert und auf Basis von Wissen und persönlicher Erfahrung interpretiert werden.

Bild: Smarte Produktion: In 4 Schritten mit IIoT zum Erfolg, Foto: COPA-DATA GmbH

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